Wie hoch dürfen Mahngebühren sein?

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 14. Oktober 2013 - 18:31

Hallo JuraRat-Community,

ich habe mich gefragt, wie hoch die Mahngebühren allgemein zulässig sind?

Weiß jemand dabei eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte?

Ein großes Danke im Voraus für alle Anregungen.

Durchschnitt: 4 (6 Bewertungen)

Guten Morgen,

die Mahngebühren belaufen sich abhängig von der Anzahl der Mahnschreiben zwischen 2,50 EUR bis 10,00 EUR. Diese Grenze wird auch von der Rechtsprechung anerkannt.

Wenn Sie mehr über das Thema Mahngebühren in Bezug auf Schadenersatz lesen wollen, können Sie den folgenden Blogeintrag sich ansehen:

http://jurarat.de/zahlungsverzug-mahngebuehren-und-schadenersatz

Hierbei haben wir auch eine Vorlage für einen Widerspruch gegen hohe Mahngebühren zum Upload bereit gestellt.

Wir hoffen, Ihnen hiermit geholfen zu haben.

Ich habe eine Rechnung in Höhe von 4,95 Euro erhalten. Nun sind noch Gebühren in Höhe von 51,75 Euro dazu gekommen. Daher wollte ich mal wissen, ob das nicht ein wenig zu hoch ist. Kann mir das einer sagen?

Hallo Patrick,

um Ihnen helfen zu können, ist fraglich, auf welche Art von Rechnung sich die Mahnung bezieht? Waren Sie eindeutig im Zahlungsverzug und hat der Gläubiger einen Anwalt eingeschaltet, so sind Sie verpflichtet die Anwaltsgebühren zu übernehmen.

Daher wäre es von Vorteil, wenn Sie uns mitteilen könnten auf welche Art der Rechnung sich die Mahnung bezieht? Um Ihnen dann eine konkretere Antwort geben zu können.

Falls Ihnen die Höhe der Mahnung undetailliert übersendet wurde, können Sie einen Widerspruch gegen die Mahngebühren einlegen und den Gläubiger bitten, Ihnen eine detaillierte Auskunft über die Höhe der Mahngebühren zu übermitteln.

Auch wäre es von Vorteil für die Antwort zu wissen, für welche Tätigkeiten die Mahngebühren erhoben wurden.

Wir hoffen, Ihnen erstmals hiermit geholfen zu haben.
 

Hallo.

Leider musste ich meine Kreditkarte (Santander) aus finanzieller Not zurückbuchen.

Dazu muss ich sagen, dass ich der Bank vor anderthalb Monaten ein Schreiben geschickt habe, mit der Bitte den Abbuchungstermin vom 01. des Monats auf den 15. zu legen, da sich mein Geldeingang durch Elternzeit geändert hat. Dies ist nicht geschehen.

Heute (zehn Tage nach Rückbuchung) hat mich die Bank angerufen wegen der offenstehenden Rate. Mein Schreiben kam natürlich angeblich nicht an. Dann soll ich für die Umlegung des Buchungstermins 40,-€ zahlen und bedenken, wenn ich den offenstehenden Betrag nicht umgehend begleiche, dass alle zehn Tage weitere 19,90€ Mahngebühren auf mich zukommen.

Sind solche hohe Mahngebühren überhaupt rechtens, dazu noch alle zehn Tage?

Danke schon einmal im Voraus.

Hallo Susanna,

diese Gebühren sind nicht rechtens. Weshalb entstehen denn die 40,00 EUR als Umlegungskosten bzgl. des Buchungstermins? Wie begründet die Bank dies?

Es kann sein, dass die Bank einen Anwalt beauftragt hat, der die Mahnung an die Bankkunden verfasst. Jedoch müssen in einem solchen Fall die Kosten auf dem Mahnungsschreiben offen dargelegt werden.

Dass die Mangebühren sich alle zehn Tage erhöhen, kann ich nicht rechtlich nachvollziehen. Die Verzugszinsen erhöhen sich lediglich pro vergangenen Tages.

Viele Grüße,

Justus

Oh, na die Begründung dafür ist ganz einfach.Ich zitiere den "netten" Mitarbeiter der Bank: "Schließlich müssen wir ja auch irgendwie bezahlt werden!!!"

Die Bank darf ihre eigenen Kosten nicht auf die Bankkunden abwälzen. Das ist nicht rechtens. Ich würde an Ihrer Stelle gegenüber der Erhebung der Gebühr einen Widerspruch einlegen und auch gerne auf die Entscheidung der Gerichte bzgl. der Bearbeitungsgebühr bei Darlehensverträgen verweisen. Die Bearbeitungsgebühr in der Hinsicht war auch rechtswidrig.

Guten Morgen,

durch den Todesfall eines sehr nahestehenden Menschen bedingt, war ich über Monate nur in tiefer Trauer versunken. Dabei ist mir eine Rechnung völlig durchgegangen. Nun habe ich einen Mahnbescheid für die ursprüngliche Forderung i. H. v. 79,20 € erhalten. Zusätzlich aufgeführt sind folgende weitere Kosten: Gerichtskosten 32,00 €,  RA/Rechtsbeistandskosten 15,75 €, Auslagen 9,00 €.  Dann in den Nebenforderungen aufgeführt  Auskünfte 1,40 €, Inkassokosten 70,20 €, Anwaltsvergütung 70,20 € und Zinsen i. H. v. 0,88 €. Die Positionen Gerichtskosten und Zinsen sind absolut nachvollziehbar. Nicht nachvollziehen kann ich hingegen 2 RA-Gebühren, sowie die zusätzlichen Inkassokosten ebenfalls i. H. v. 70,20 €. Mal ganz abgesehen von Auslagen 9,- € und Auskünfte 1,40 €, die ich auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Aber

Für Hilfe wäre ich hier sehr, sehr dankbar!    VlG

Hallo,

 

Ich habe bei einer Bücherei eine DVD ausgeliehen und etwa 3 - 5 Tage zu spät abgegeben. Heute kam ein Mahnschreiben in welchem 10 euro Mahngebühr und 2 euro Porto verlangt werden. Die Ausleihgebühr der DVD betrug 1 euro.

 

Sind die Mahngebühren nicht unverhältnissmäßig hoch? Das der Fehler bei mir liegt ist mir klar. Ich wäre auch bereit 2 oder 3 Euro Mahngebühren zu bezahlen, aber 12 Euro finde ich etwas übertrieben.

Anmerkung der Moderation: Bitte Groß- und Kleinschreibung beachten, danke.

JuraRat Newsletter

Erhalten Sie 1x monatlich unsere kostenlosen Rechtstipps!

Nicht gefunden, was Sie gesucht haben? Hier auf JuraRat kostenlos und schnell Frage stellen!