Weinkauf - korrekter Fall

Gespeichert von Ralf Rohnig am 22. Oktober 2014 - 20:31

Hey, folgender Sachverhalt steht zur Debatte:

A bietet dem Stammkunden B per Brief 10 Fl. Wein für 50 Euro an. Nach einem Monat bestellt B per Brief und erhält die Ware 1 Tag später. Am Abend dieses Tages bemerkt der Weinhändler, dass die Preise gestiegen sind und verfasst einen an B gerichteten Widerruf per Fax, in dem er seinen Wein zurückfordert.

Frage: Wie ist der Sachverhalt rechtlich zu bewerten? Hat der Händler ein Widerrufsrecht wie § 355 BGB, oder muss er sich hier auf einen (von ihm verschuldeten) Irrtum nach § 119 BGB berufen? AGB nicht erwähnt.

Wie wäre der Aufbau?

Weiter: Der Kunde C erhält ebenfalls Post von A (10 Flaschen Wein für 100 Euro) und bestellt den Wein am nächsten Tage. Anstelle des Weins kommt eine Auftragsbestätigung aus der hervorgeht, dass er dem C gerne den Wein für 50 Euro verkaufen wolle. C schreibt zurück, dass er sich für diesen Preisnachlass bedankt. A verweigert daraufhin die Lieferung.

Ich nehme an, hierbei handelt es sich schon wieder um einen Irrtum des Händlers, der er vor Abschluss des Verfügungsgeschäfts bemerkt hat und ihn von seiner Lieferpflicht zu den falschen Bedingungen befreit.

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