Urkundenfälschung - Anzeige oder Urkundssachverständigen

Gespeichert von Gast (nicht überprüft) am 16. Mai 2013 - 14:30

Anzeige wegen Urkundenfäschung beim Staatsanwalt oder Urkundensachverständigen anfordern?

Hallo,
da ich mein Geld aus einen laufenden Vertrag nicht erhalten habe, habe ich eine kleine Firma verklagt. Wegen des nicht so hohen Betrages lohnt sich der Weg zum Anwalt nicht.
Der Beklagte hat vor Gericht behauptet, daß mir ein Schrifttück zugestellt wurde, welches ich jedoch nicht erhalten habe. Im ersten Termin konnte der Beklagte die Kündigung nicht vorlegen. Das Gericht hat den Beklagten aufgefordert, dies zu belegen. Dies hat er wie folgt getan:

Das Beweisstück1 "hat Herr X in Beisein von Herrn Y in einen Umschlag zusammen mit Beweisstück2 getan und bei der Deutschen Post aufgegeben. Mit Erhalt von Beweisstück2 hat der Kläger auch Beweisstück1 erhalten".

Zu dieser Erklärung soll ich schriftlich Stellung beziehen, damit dann im 2.ten Termin entschieden werden kann.

Beweisstück1 wurde gut zwei Jahre zurückdatiert.

Das Beweisstück2 (gut 2 Jahre alt) habe ich dem Gericht vorgelegt.

Ich habe jedoch nur Beweisstück2 als normalen Brief vor 2 Jahren erhalten.

Durch diese Mache versucht sich der Beklagte aus der Affäre zu ziehen. Dies möchte ich mir nicht gefallen lassen und sehe zwei Wege:

- Anzeige wegen Betruges bei der Staatsanwaltschaft
- Antrag auf Hinzuziehung eines Urkundensachverständigen, der das Alter der Kündigung überprüft.

Welcher Weg wäre hier sinnvoll, und warum? Vielen Dank!
Jürgen

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