Mahngebühren - zu hoch ?

Gespeichert von Mrcoco am 27. September 2014 - 21:44

Hallo,

ich habe heute eine Mahnung bekommen. Die kommt mir echt komisch vor.

Es könnte ein Betrag nicht von meinem Konto abgebucht werden.

Ich habe vorher keinen Brief darüber bekommen und auf einmal kommt sowas. 

 

Hauptforderung:  19,95 €

1,3 Geschäftsgebühr: 58,50 € 

Auslagenpauschaule : 11,70 € 

Umsatzsteuer: 13,33 €

Gesamt:  103,48 € 

 

Das ist doch ein Witz, oder ? 

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Guten Abend Mrcoco,

erst einmal müssten die Rechnung von Ihnen fällig gewesen sein, d.h. Sie müssten in Verzug sein, damit überhaupt der Gläubiger Sie abmahnen darf.

Daher müssten Sie schaun, ob ein Termin angegeben war, bis wann die Zahlung erfolgen sollte. Falls dieser Termin zur Zahlung nicht Vertragsbestandteil war, sind Sie erst dann in Verzug, wenn Sie abgemahnt werden. D.h. mit der Mahnung darf der Gläubiger Ihnen noch keine Mahngebühr berechnen.

Daher wäre es in erster Linie wichtig, das zu wissen.

Die Geschäftsgebühr, die Auslagenpauschale und Umsatzsteuer erscheint mir hier nicht rechtmäßig zu sein.

Falls Sie tatsächlich in Verzug waren, kann der Gläubiger im Rahmen seiner ersten Mahnung höchstens 5,00 EUR geltend machen und natürlich die Verzugszinsen. Auch die Rücklastschriftgebühren, die erst daraufhin entstanden sind, weil das Konto von Ihnen ggf. nicht ausreichend gedeckt war, müssten Sie tragen.

Ich verweise Sie gerne auf unseren Blog-Beitrag:

http://jurarat.de/zahlungsverzug-mahngebuehren-und-schadenersatz

In diesem Blog-Beitrag ist auch eine Widerspruchsvorlage enthalten, die Sie gerne umwandeln können und benutzen können.

 

Gruß,

Roland

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