Fast 25 Jähriger Sohn soll in eigene Wohnung ziehen, kann Jobcenter das verweigern?

Gespeichert von Annagela am 2. Dezember 2015 - 15:48

Ein fast 25 jähriger Sohn hat 5 Jahre lang in der selbstgewählten Obdachlosigkeit gelebt (Drogen etc .) Mittlerweile ist er zur Vernunft gekommen, steht aber ntürlich vor dem Nichts.

Um ihn erst mal von der Straße wegzuholen, ließ seine Mutter ihn erst mal bei sich einziehen, damit er überhaupt eine Perspektive hat. Das kann aber natürlich nur eine vorrübergehende Maßnahme sein, zumal er auch mit seiner,  18 jährigen Freundin zusammen ziehen will.

Das Jobcenter will ihm nun nicht nur den Umzug verweigern, sondern überhaupt die Berechtigung, überhaupt einen Antrag zustellen, mit der Begründung er sei noch nicht 25. Vielmehr solle die Mutter einen Antrag stellen, die sicherlich zu gut verdient, als dass so ein Antrag nutzen könnte, andererseits erhält sie für ihrenSohn weder Kindergeld noch sonstige steuerliche Erleichterungen oder könnte sie ihn in eine Familienversicherung aufnehmen (also er ist noch nicht einmal krankenversichert).

Die Mutter ist gerne bereit für ihrenSohn Starthilfe zu leisten, ihm also bei der Wohnungssuche, Kaution, Umzug behilflich zu sein, aber danach soll er selbst bzw. ggfs. das Amt weitere Kosten übernehmen. Was kann man tun?

Könnte die Mutter z.B.jetzt schon  ihrem Sohn helfen, eine Wohnung anzumieten, die er dann mit 25 selbst übernimmt, wenn der Sohn dann vielleicht einen erneuten Antrag bei Jobcenter stellt. Oder könnte das Amt dann die Weiterzahlung der Miete verweigern, wenn er sich vorher keine Zustimmung geholt hat?

Kann das Amt die Ersparnisse der Mutter, die sie für Notfälle zurückgelegt hatte bzw. die sie anspart, um in 2 Jahren ein Baudarlehn abzubezahlen?

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Hallo Angela. Manchmal dauert es in einem Forum  schon mal etwas, bis man die passende Antwort erhalten hat.

Grundsätzlich sollten Kinder bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern leben. Aber wenn das Verhältnis untereinander nicht mehr stimmt und der Hausfrieden nicht mehr gewahrt werden kann, so kann man es niemanden zumuten mit jemandem zusmamenzuleben. Genau so würde ich argumentieren. Dann kann auch das Jobcenter nichts mehr dagegen sein.

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