Erneute Unterbringung nach§64

Gespeichert von Tom71 am 28. Februar 2017 - 11:23

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Thomas, ich bin 45 Jahre alt und lebe zur Zeit in Ochsenfurt.

Mein Anliegen:

Ich war dreieinhalb Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung nach §64 in Werneck untergebracht. Ich habe Vergehen wegen Btm. Bin jahrelanger Konsument von harten Drogen gewesen und habe diesbezüglich auch viele Straftaten begangen.

Wie gesagt dreineinhalb Jahre Werneck. In dieser Zeit hatte ich einen Rückfall mit Amphetaminen als ich schon beurlaubt war und wieder draußen gearbeitet hatte. Aus diesem Grund wurde mir vorgeschlagen nach der Entlassung in eine Soziotherapeutische Einrichtung zu gehen, was ich auch getan habe. Ich war 6 Monate zum Probewohnen dort und hatte wärend dieser Zeit auch wieder einen Rückfall mit Ampetaminen. Ich habe beide Rückfälle aufgearbeitet.

In meinem Beschluss steht dass ich das Haus Hiertenhof ( so heißt die Einrichtung) als Adresse erst einmal beibehalten soll. 

Nun kommt der Supergau: Ich hatte vor zwei Wochen erneut einen Rückfall. Daraufhin habe ich beschlossen die Einrichtung zu verlassen.

Nun habe ich einen sehr "persönlichen" Brief vom zuständigen Richter bekommen, da ich mich weigere wieder in diiese Einrichtung zu gehen. 

Ich zitiere:

"Sehr geehrter Herr M.

mit Verwunderung stell ich fest wie wenig Ihnen an ihrer Freiheit liegt. 

Dass Sie schon wieder Mist gebaut haben, sollte Ihnen allen Grund geben, etwas bescheidener aufzutreten.. Stattdessen weigern Sie sich zu allem Überfluss auch noch, wieder in die Einrichtung zurück zu gehen.

Um zu diesem Punkt keine Zweifel aufkommen zu lassen. Die Beibehaltung Ihres Wohnsitzes Im Haus H. wurde Gegenstand einer Weisung gemacht. Der Verstoß hiergegen stellt einen Grund dar, die Bewährung zu wiederrufen, weil angesichts der bisher gesammelten Erfahrungen kein Zweifel daran bestehen kann, dass Sie, wenn Sie nicht wieder dort wohnen, erst recht binnen kurzem neue Straftaten ( zumindest aus dem Bereich der Betäubungsmittel) begehen werden.

Wenn Sie daran interessiert sind, einen umfassenden Widerruf zu vermeiden, sollten Sie sich umgehend darum bemühen, im Haus H. wieder aufgenommen zu werden oder, falls Ihr Platz dort inzwischen vergeben ist, eine andere Einrichtung zu finden.

Ein selbstständiges Leben in Ochsenfurt oder sonstwo mit lediglich ambulanter Suchtberatung ist nach den Patzern, die Sie sich erlaubt haben, ganz sicher keine Alternative, die wir ernsthaft diskutieren können.

Entscheiden Sie sich, und entscheiden Sie sich schnell."

 

Nun habe ich natürlich auch Gespräche mit der Nachsorge. Die streben an, falls ich es nicht schaffe einen neuen Platz zu finden, eine erneute Unterbringung nach  $64.

Ich begehe keine Straftaten und Konsumiere auch nichts. Können die das so ohne weiteres und kann mir der Richter meine Bewährung widerrufen? Es wurde im Beschluss kein Zeitraum fest gelegt wiie lange ich im Haus H. zu bleiben habe.

 

Besten Dank im Voraus

Thomas.

 

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