erhöhte Fahrtkosten und Mahnung

Gespeichert von nemiz am 3. März 2015 - 21:40

Hallo,

mein Freund steht vor dem Problem, dass er erhöhte Fahrgebühren (52€) + Mahngebühren (15€) zahlen soll.

Meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

Im Januar stellte er bei einer Fahrscheinkontrolle fest, dass er seinen Fahrschein nicht dabei hatte (Semesterticket). Trotz genügend Beweise wollte der Kontrolleur nicht anerkennen, dass er Student der Hochschule ist, welche in Kooperation mit dem Bahnanbieter steht. Er erhielt einen Strafzettel auf dem stand, dass er innerhalb von zwei Wochen einen gültigen Fahrschein nachweisen kann und die Gebühr dann nur noch 7 € beträgt.

Daraufhin hat er sich eine Woche später bei dem Bahnanbieter gemeldet. Er legte dem Mitarbeiter seinen gültigen Fahrschein sowie auch die Gebühr von 7 € vor. Dieser lehnte aber seine Zahlung ab und sagte das der Strafzettel nicht eingetragen ist. Mein Freund holte sich eine Untschrift vom Mitarbeiter, dass er zahlen wollte, der Mitarbeiter das Geld aber nicht annehmen wollte.

Heute kam nun die Mahnung per Post.

Kann man ihm da weiterhelfen? Der Bahnanbieter ist bekannt für Mahngebühren und Strafzettelvergabe und wurde auch oft kritisiert. Das darf doch nicht sein, dass mein Freund jetzt soviel zahlen muss, obwohl er sich fristgerecht gemeldet hat und zahlen wollte. Und ist die Mahngebühr nicht viel zu hoch?

Danke für jeden ernst gemeinten Kommentar.

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Liebe nemiz,

er sollte auf jeden Fall einen Widerspruch einlegen. Die Situation, die Sie hier geschildert haben, sollte er auch in seinem Widerspruch schildern und eine Kopie des Schreibens beifügen, die der Angestellte der öffentlichen Verkehrsbetriebe ihm als Nachweis unterschrieben hat.

Er sollte auch den Sachverhalt dahingehend schildern, dass er Student ist. Sprich eine Immatrikulationsbescheinigung einfügen und darauf Bezug nehmen, dass er sein Semesterticket versehentlich zu Hause vergessen hatte.

Hinsichtlich der Mahngebühren würde ich empfehlen, diese vollkommen abzulehnen, da er keinerlei Schuld an der Miserie trägt, da nicht er es vernachlässigt hat zum Unternehmen zu gehen, sondern das Unternehmen selbst verschuldet die Notiz in ihr System nicht aufgenommen hat, dass jemand ohne gültigen Fahrausweis befördert wurde.

An seiner Stelle würde ich die 7, 00 EUR an das Unternehmen überweisen und dies auch so im Schreiben nennen.

Liebste Grüße,

Melanie

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