Erbrecht

Gespeichert von D.Sonnenberg am 11. August 2015 - 16:58

Guten Tag,

meine Partnerin hat ein Haus geerbt. Dieses Haus hat nach aktuellem Gutachten einen Wert von ~81.000 Euro. Sie steht auch als alleinige Eigentümerin im Grundbuch. Das Erbe soll durch 3 Personen geteilt werden. Ein Testament der verstorbenen Person ist auch vorhanden. Nun hat sie von einem Anwalt ihres Onkels ein wiederholtes Schreiben erhalten, welches die Aufforderung eines Erbausgleiches beinhaltet. In dem oben genannten Testament ist ein Absatz vorhanden, welches bestimmt, dass sich der Onkel mit einer Auszahlung von 20.000 Euro abzufinden hat - diese wurde auch schon geleistet. Nun stellt sich uns die Frage, ob die Aussage im Testament nun die Auszahlung der Erbschaft ablöst. Denn 81.000 Euro geteilt durch 3 entspricht 27.000 Euro. Demnach könnte es bedeuten, dass dem Onkel noch 7.000 Euro zustehen oder wie ist das zu verstehen? Laut Testament soll der Onkel sich doch mit den 20.000 Euro Erbe abfinden.
Kann der Onkel mit Hilfe seines Anwalts ein Verkauf des Hauses erzwingen um seinen "Pflichtanteil" zu erhalten respektive kann er die Umschreibung des Grundbuchs auf seinen Namen veranlassen?

Um eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.
Hochachtungsvoll
Daniel Sonnenberg

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Hallo Daniel,

willkommen im Forum! Ich habe in deiner Beschreibung nirgendwo gelesen, dass der Erbe zu gleichen teiles auf drei Personen aufgeteilt werden soll. Sowie ich dich verstanden habe, gibt es drei Erben. Ein Testament existiert auch. Das Testament regelt ja alles, sofern es gültig ist. Zweifelt der Anwalt des Onkels an der Gültigkeit oder woher genau kommen seine Ansprüche?

Hallo zurück,

vielen Dank für die freundliche Begrüssung.
Entschuldige bitte, dass ich diese Information nicht präzise genug ausgeschrieben habe. Das Erbe soll aber zu gleichen Teilen aufgeteilt werden. Exakt es gibt drei Erben, die Mutter meiner Partnerin, ihr Onkel und sie eben selber natürlich. Ja an sich regelt das Testament alles. Da kommt mir doch glatt noch eine Frage auf: Wo kann ich ein Testament auf Gültigkeit prüfen lassen?
In diesem Testament ist eben festgelegt, dass der Onkel sich mit der Auszahlung in der oben genannten Höhe zufrieden zu geben hat.
Wenn man aber nun den gesamten Wert des Grundstücks (inkl. Haus) nimmt und dies durch drei teilt, kommt man auf 27.000 Euro. Welches für den Onkel dann im Endeffekt 7.000 Euro weniger wären - zumindest das was ihm laut Testament ausbezahlt wurde.
Im Schreiben vom Anwalt des Onkels sind keine Zweifel der Gültigkeit des Testaments verzeichnet, jedoch eine Art "Zwang" den Anteil des Erbes ihm auszubezahlen.

Das Schreiben beinhaltet die Aufforderung eine "Klausel" zu überschreiben...

Sollten Sie mehr Informationen benötigen, kann ich diese Ihnen selbstverständlich erklären.

Schönen Abend und bis bald
Daniel

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